Mit HA Schult durch die Hood…

… oder ein nicht alltäglicher Samstag in Monschaus Altstadt.

Es soll ja Menschen geben, die noch nicht mit bekommen haben, dass HA Schult unter dem Motto Monschau Mon Amour aka Kaffee und Kuchen in Monschau mit 200 seiner Trash People den Marktplatz der schönen Altstadt von Monschau bevölkert.

Herzen, Wellen und der Dom

Die es wussten und möglich machen konnten, strömten heute zahlreich zur Signierstunde ins Aukloster. Eine Stunde nahm sich HA Schult für jeden Zeit und unterschrieb Plakate und Kataloge. So launisch wie er sich noch zwei Tage zuvor beim Aufstellen präsentierte, so nett war er jetzt zu seinen Besuchern.

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Das ist mein Volk

Dann ging es zum Marktplatz, Trash People gucken. HA ist happy. Ihm gefällt sein Volk vor den Fachwerkhäusern der Rurzeile. Die Besucher, die zwischen den Trash People schlendern, verweilen, einzelne oder gleich alle fotografieren, mit ihnen posieren. Er freut sich auf den Herbst. Mit seinem Licht, dem fallenden Laub und den stimmungsvollen Bildern. Wir freuen uns mit ihm.

Also liebe Stadtverwaltung, Bauhof-Mitarbeiter, Verschönerungsvereinsmitglieder und Anwohner:

Bloß nicht das fallende Herbstlaub weg kehren!

Etwas traurig, dass der Nieselregen weiteres Signieren am Marktplatz verhindert, machen wir uns kurz entschlossen auf zu Kaffee und Kuchen in Monschau.

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In the Hood

Mit HA Schult, seiner liebenswerten und talentierten Frau Anna, seinem Freund und Anwalt Heinz und den Veranstaltern Dorit und Helmut (Monschau Festival gGmbH) ziehen wir los. Ich darf mich anschließen und fotografieren.

HA stellt sich als Mensch nach meinem Geschmack heraus. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt rund heraus, was er denkt. Manchmal herb, aber immer witzig. Dabei ist er eine schier unerschöpfliche Quelle von Anekdoten rund um seine Kunst. Unmöglich alles wieder zu geben.

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Immer wieder wird er von Passanten angesprochen. Zum Beispiel auf die Lautsprecheraktion bei den Umweltakzenten 1970 in Monschau, auf die er heute nicht mehr stolz ist, da er offensichtlich einigen auf den Schlips getreten ist. Aber ohne die wäre er heute nicht hier. So what.

Vom Roten Platz zum Roten Haus (oder auch nicht)

Bei der Evangelischen Brücke genießt er den Blick auf das Rote Haus und erklärt, warum seine Trash People nicht dort stehen, sondern auf dem Marktplatz. Auch wenn er Kaspar Vallot damit enttäuscht. Das Rote Haus ist nicht typisch für Monschau. Auch wenn die Idee in Moskau geboren wurde – vom Roten Platz zum Roten Haus. Er findet es von der Brücke aus auch etwas absolutistisch? Der Marktplatz hingegen ist typisch für Monschau. Die Mehrheit der Einwohner (und ich säjt de Jeck) lebt nun mal hier in Fachwerkhäusern.

Dann geht es zum Café Am Roten Haus wo wir – bis auf Anna, die langsam aber sicher friert – draußen sitzen, um den Blick auf das Rote Haus bei Latte Macchiato und hauseigenen Trüffeln zu genießen. Bloß keinen Kuchen, wir müssen doch bald zum Abendessen. Da sage ich nur: Selbst schuld. 😉

Ok, vorher muss Elke Klein noch ein Auto Ihres Nachbarn aus dem Blickfeld „verschwinden“ lassen. Kein Ding, wofür kennen wir uns…

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HA stellt die Frage: Warum dürfen überhaupt Autos in die Altstadt? Zumindest am Wochenende wünscht er sich eine autofreie Altstadt. Das Rote Haus mag er wirklich.

Als sich unsere Bürgermeisterin Magga hinzu gesellt gibt er gerade Tipps wie wir richtig mit Bananenkünstlern umgehen.

Weiter geht es zur Galerie Beumers, die bereits einen Müllmann ausstellt. Neben eigenen Bildern, stellen sie gerade Hartmut Ritzerfeld aus. HA vertieft sich in den Katalog.

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Beim Café Weekend verschenkt Helmut die typischen Touristenandenken unserer Jugend. HA und Heinz machen den Blödsinn mit.

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Nach einem weiteren Schnappschuss von HA mit Wolfgang Kaever verabschiede ich mich. Auf die Gruppe wartet noch ein Französisches Abendessen im Fringshaus. Guten Hunger!

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Art is Life and Life is Art

Für mich war es ein toller Nachmittag. Mit vielen humorigen Gesprächen, interessanten Menschen mit spannenden Themen und nicht (nur) alltäglichen Erlebnissen. HA lebt seine Message. Wir leben in der Müllzeit. Denkt darüber nach. Und besucht doch diesen Monat den Marktplatz meiner Hood. Die Trash People warten.

Ich oute mich: Spätestens jetzt bin ich ein Fan von HA Schults Art is Life and Life is Art. Und seht es mir nach, wenn ich Euch die nächsten Wochen damit nerve. Ihr müßt meinen Blog ja nicht lesen. Aber kommentieren dürft ihr ihn. 🙂

PS: Liebe Grüße auch an die Muse Elke Koska, die heute nicht dabei war.

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2 Comments

  1. Daniel Raab 21. Oktober 2013 at 18:05 #

    Wundervoll geschrieben. Chapeau!

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