Liebe SPD-Mitglieder

Bitte wacht auf. Ich weiß, dass ihr Lokalpolitiker anders seit. Aber eurer Partei Anfang der 2000er unter GasGert und Münti mit der unsäglichen Agenda gebe ich die Schuld an dem braunen Schleim, der überall hoch kommt.
Die SPD hat unsere soziale Marktwirtschaft verkauft. Hat Unternehmer wie nie zuvor steuerlich entlastet und aus der Pflicht genommen. Hat mit der neuen Arbeitnehmerüberlassung dafür gesorgt, dass alle gut gehenden Großunternehmen für den Share-Holder-Value eigene Zeitarbeitsfirmen gegründet haben, darin mehr und mehr vorher unbegrenzte Arbeitsplätze umgelagert haben.

Auf Kosten der Würde und Sicherheit von Arbeitnehmern. Von Ausbildungsplätzen.

Dieser ganze Minijob-Mist hat nicht mehr Arbeitslose in Lohn und Brot gebracht, sondern ganze Familien an den Abgrund. Es spaltet unsere Gesellschaft. Niedrig- und Mindestlohn am Existenzminimum ist für ganze Branchen Normalzustand.

Auf Kosten aller. Viele müssen aufstocken. In einem unwürdigen Prozess. Wenn Arbeitnehmer aufstocken müssen, um zu existieren, zahlen Unternehmen zu wenig Geld. Sprich sie sind entweder nur produktiv auf unser aller Kosten oder sollten ihr Konzept überdenken.

Die Arbeitnehmer, die jetzt am Existenzminimum arbeiten, werden in die Grundsicherung fallen. Auch wieder zugunsten des Kapitels, dass sich immer mehr aus seiner Verantwortung stiehlt. Dafür aber um so mehr Geld – leider erfolgreich – für Lobbyisten ausgibt.

Dazu noch die Bankenkrise, ja das war die SPD nicht alleine, aber da hat sie nichts draus gemacht. Und es war so viel möglich.

Ihr habt es bei der letzten Wahl wieder verbockt, weil ihr lieber mit regieren (und in der Regierung mit verdienen) wolltet, statt Kante zu zeigen und sich auf die Werte zu besinnen. Gabriel geht gar nicht. Der ist entweder blöde oder gierig. Beides nicht vorteilhaft. Siehe seine letzten kartellrechtlichen Fehlleistungen.

Wenn ihr eure Spitze nicht bald dazu bringt, aufzuwachen, sehe ich sehr schwarz für unser Land.

Und ich lebe gerne hier. Ich will nicht weg. Aber wenn sich nicht bald was ändert, implodiert unser System.

Und dann will ich nicht dabei sein.

Macht was. Ihr könnt das. Hier sind viele, die euch feste die Daumen drücken.

Ich bin fast 25 Jahre selbständig. Ich bin in einer Solidargesellschaft, einer sozialen Marktwirtschaft aufgewachsen. Das war schön. Jeder hatte die gleiche Chance auf Bildung. Unser System war durchlässig.

Ich war die erste in der Familie meiner Mutter mit Abitur. Die zweite in der Familie meines Vaters. Ich konnte studieren.

Wir dürfen das nicht weg werfen. Bildung ist das wichtigste für unsere Jugend und die Zukunft unseres Landes.

Es ist alles.

Führt endlich die Vermögenssteuer und eine Börsenumsatzsteuer ein.

1 Kommentar

  1. Leider hat mich Martin Schulz bei Anne Will nicht davon überzeugt, dass er es besser macht. Ok, Will hat es ihm schwer gemacht.
    Aber es ist eben nicht nur das Problem des SPD-Juniorpartners in der Regierung. Die wesentlichen Fehlleistungen wurden als Rot-Grüne Regierung angeleiert. Zwar mit kräftiger CDU-Unterstützung.
    Davon abgesehen, dass die Bankenkrise als GroKo auf unser aller Kosten gedoomt wurde. Und bei der letzten GroKo war einfach der Wunsch mitzuregieren der Vater des Gedanken, ähm unsäglichen Koalitionsvertrags.
    Wenn da nicht bald wesentlich mehr kommt, wird das nichts mit dem Vertrauensvorschuß, Martin Schulz.

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